Ihr Besuch beginnt mit einem fokussierten Gespräch. Ihr Kardiologe fragt gezielt nach Ihren Symptomen: Wann genau haben sie begonnen, wie fühlen sie sich an, was verschlimmert sie und was bringt Linderung. Ihre Krankengeschichte, aktuelle Medikamente, Allergien und familiäre Vorbelastung durch Herzerkrankungen fliessen in die erste Einschätzung ein.
Hatten Sie früher schon ähnliche Episoden? Gibt es Herzinfarkte oder plötzliche Herztode in der Familie? Solche Informationen beeinflussen, welche Diagnostik am sinnvollsten ist.
Dann folgt eine körperliche Untersuchung mit Fokus auf Herz und Kreislauf: Herzfrequenz, Herzrhythmus, Blutdruck an beiden Armen, Pulsstatus und periphere Durchblutung. Anschliessend geht es direkt in die apparative Diagnostik. Ruhe-EKG, um die elektrische Aktivität Ihres Herzens zu messen und Arrhythmien, Leitungsstörungen oder Ischämiezeichen zu erkennen.
3D-Echokardiographie, um Herzstruktur, Pumpfunktion, Herzklappen und Wandbewegungen im Detail zu beurteilen. Bei Verdacht auf belastungsabhängige Probleme, etwa bei Brustschmerzen unter Anstrengung, folgt ein Belastungstest (Ergometrie auf dem Fahrrad). Die Blutentnahme prüft kardiale Biomarker (wie Troponin und BNP), Cholesterin, Blutzucker und Entzündungswerte.
Am Ende Ihres Termins sitzen Sie mit Ihrem Kardiologen zusammen und besprechen jeden einzelnen Befund. Kein medizinisches Fachchinesisch ohne Erklärung, sondern klare Sprache: Was ist normal, was ist auffällig, und was passiert als Nächstes. Sie gehen mit einem konkreten Aktionsplan nach Hause: ob Entwarnung, ob Medikation nötig ist, ob ein Kontrolltermin sinnvoll ist oder ob eine Überweisung für eine weiterführende Behandlung ansteht.