Ihr Termin beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Ihr Kardiologe fragt nach Ihren aktuellen Beschwerden, Ihrer Vorgeschichte, Medikamenten, Allergien und familiärer Belastung durch Herzerkrankungen. Dieses Gespräch ist kein Abhaken einer Checkliste, sondern ein echtes Zuhören: Was beunruhigt Sie, was hat sich in den letzten Wochen oder Monaten verändert, welche Fragen beschäftigen Sie.
Wenn Sie Befunde von früheren Untersuchungen mitgebracht haben, werden sie hier einbezogen. Dann die körperliche Untersuchung: Herzfrequenz, Herzrhythmus, Blutdruck an beiden Armen, Pulsstatus, Durchblutung und Auskultation von Herz und Lunge. Anschliessend die apparative Diagnostik, direkt in der Praxis.
Ruhe-EKG, um die elektrische Aktivität Ihres Herzens zu messen und Rhythmusstörungen, Leitungsprobleme oder Ischämiezeichen zu erkennen. 3D-Echokardiographie, um Herzstruktur, Pumpfunktion, Herzklappen und Wandbewegungen im Detail zu beurteilen, ein Ultraschall, der in Echtzeit zeigt, wie Ihr Herz arbeitet. Bei Verdacht auf belastungsabhängige Beschwerden folgt eine Ergometrie (Belastungs-EKG auf dem Fahrrad), um zu sehen, wie Ihr Herz unter Anstrengung reagiert.
Eine Blutentnahme prüft Cholesterin (LDL, HDL, Triglyzeride), kardiale Biomarker (Troponin, BNP), Blutzucker, Nierenwerte und Entzündungsmarker. Am Ende sitzen Sie mit Ihrem Kardiologen zusammen. Jeder Befund wird in verständlicher Sprache erklärt: was normal ist, was auffällig ist und was als nächstes passieren muss.
Sie bekommen einen schriftlichen Befund und einen konkreten Aktionsplan, ob Entwarnung, Medikation, Lebensstiländerungen oder Kontrolltermin in drei oder sechs Monaten.