PCI & Stentimplantation

FMH Kardiologie · Stadt Zürich – an beiden Seeseiten

PCI & Stentimplantation

Verengte Herzkranzgefässe wieder öffnen. Mit Ballon und Stent stellen wir den Blutfluss zum Herzmuskel wieder her, schonend über das Handgelenk.

Den Blutfluss zum Herzen wiederherstellen

Die perkutane Koronarintervention (PCI) öffnet verengte oder verschlossene Herzkranzgefässe. Über einen Katheter wird die Engstelle mit einem kleinen Ballon geweitet und mit einem Stent stabilisiert, einem feinen Metallgitter, das das Gefäss offen hält. Der Blutfluss zum Herzmuskel wird wiederhergestellt, oft im selben Eingriff wie die Diagnostik.

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Den Blutfluss zum Herzen wiederherstellen

Die perkutane Koronarintervention (PCI) öffnet verengte oder verschlossene Herzkranzgefässe. Über einen Katheter wird die Engstelle mit einem kleinen Ballon geweitet und mit einem Stent stabilisiert, einem feinen Metallgitter, das das Gefäss offen hält. Oft ist es auch nicht notwendig, Metall zu implantieren, wenn die Engstelle mit speziellen Balloons so gut vorbehandelt werden kann dass keine Abstützung mit einem Stent notwendig ist.

Der Blutfluss zum Herzmuskel wird so wiederhergestellt, meist im selben Eingriff wie die Diagnostik.

Was bei einer PCI passiert

Zeigt die Koronarangiographie eine relevante Verengung, kann Ihr Kardiologe sie direkt behandeln. Ein Ballonkatheter mit meist ca. 2-4mm Durchmesser wird an der Engstelle aufgedehnt und das Gefäss geweitet.

Anschliessend wird in den meisten Fällen ein Stent eingesetzt. Moderne medikamentenbeschichtete Stents geben über Wochen einen Wirkstoff ab, der ein erneutes Zuwachsen des Gefässes verhindert.

Der Herzmuskel wird sofort wieder ausreichend durchblutet. Viele Patient:innen spüren schon kurz nach dem Eingriff, dass die Brustenge nachlässt und sie wieder durchatmen können und weniger müde sind.

Komplexe und Hochrisiko-Eingriffe

Prof. Glökler ist auf komplexe und Hochrisiko-Interventionen spezialisiert. Dazu gehören Mehrgefässerkrankungen, verkalkte Gefässe und Eingriffe bei Patient:innen mit eingeschränkter Pumpfunktion.

Mit Erfahrung aus >6500 Kathetereingriffen behandelt er alle gänigen Situationen. Wo nötig kommen moderne Hilfsmittel wie optische Kohärenz-Tomographie (OCT) oder spezielle Verfahren zur Aufbereitung verkalkter Gefässe zum Einsatz.

Nach dem Eingriff

Nach einer PCI mit oder ohne Stentimplantation bleiben Sie je nach Komplexität und Risikokonstellation oft eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik. Sie erhalten eine sogenannte duale Plättchenhemmung, zwei Medikamente, die das Verklumpen von Blutplättchen am Stent verhindern.

Wie lange Sie diese Medikamente einnehmen, legt Ihr Kardiologe individuell fest. In den Tagen nach dem Eingriff sollten Sie körperliche Belastung zunächst meiden, sind aber meist rasch wieder im Alltag.

Wir begleiten Sie in der Nachsorge und passen Ihre Medikation und Prävention an Ihre Situation an.

Häufige Fragen

Bin ich während des Eingriffs wach?

Ja. Die PCI erfolgt in örtlicher Betäubung an der Einstichstelle, Sie sind die ganze Zeit ansprechbar. Falls Sie angespannt sind, geben wir Ihnen auf Wunsch ein leichtes Beruhigungsmittel, eine Vollnarkose braucht es in aller Regel nicht.

Wie lange bleibe ich im Spital?

Nach einer planbaren PCI über das Handgelenk verbringen Sie meist eine Nacht in der Klinik Im Park, bei einem unkomplizierten Verlauf können Sie am Folgetag nach Hause. Bei einem akuten Eingriff oder komplexer Anatomie kann der Aufenthalt länger dauern. Das besprechen wir mit Ihnen individuell.

Muss ich danach Medikamente nehmen?

Ja, nach einer Stentimplantation brauchen Sie eine duale Plättchenhemmung, also zwei leichte Blutverdünner, die das Verkleben von Blutplättchen am Stent verhindern. Die ESC-Leitlinie empfiehlt diese Kombination in der Regel für 6 bis 12 Monate, danach bleibt meist ein Präparat dauerhaft \[ESC 2023, Eur Heart J\]. Wie lange Sie die Kombination genau brauchen, lege ich nach Ihrem Blutungs- und Wiederverschlussrisiko fest.

Wann bin ich wieder aktiv?

Da die Durchblutung nach einer Behandlung sofort verbessert ist, kann die Aktivität sofort wieder aufgenommen werden; einzig das Handgelenk oder die Leiste müssen drei Tage nach dem Eingriff noch geschont werden.

Hält ein Stent für immer?

Der Stent bleibt dauerhaft in der Arterie und wächst in die Gefässwand ein. Die heutigen medikamentenbeschichteten Stents halten den behandelten Abschnitt offen, ein erneuter Verschluss am selben Ort ist selten geworden. Wichtig bleibt, dass wir die Grunderkrankung mit Medikamenten und Lebensstil weiter behandeln, damit nicht an anderer Stelle neue Engstellen entstehen.

Warum über das Handgelenk und nicht über die Leiste?

Wir wählen am Dein Team Herzzentrum standardmässig den radialen Zugang über das Handgelenk. Dieser Weg hat ein deutlich geringeres Blutungsrisiko an der Einstichstelle und Sie können kurz nach dem Eingriff wieder aufstehen \[ESC 2018, Eur Heart J\]. Den Zugang über die Leiste nutzen wir nur, wenn die Anatomie des Handgelenks es nötig macht.

Was unterscheidet PCI von einer Bypass-Operation?

Bei der PCI öffnen wir die verengte Herzkranzarterie von innen mit Ballon und Stent, über einen dünnen Katheter und ohne Operation am offenen Brustkorb. Eine Bypass-Operation umgeht die Engstelle chirurgisch. Welches Verfahren für Sie sinnvoller ist, hängt von der Zahl und Lage der Verengungen ab, das entscheiden wir im Herzteam gemeinsam mit Ihnen.

Dein Team fürs Herz.

Das Team von Dein Team Herzzentrum

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