Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hat klare Leitlinien für die präoperative kardiovaskuläre Risikostratifizierung veröffentlicht, die wir in unserer Abklärung konsequent anwenden. Der Umfang der Untersuchung richtet sich nach dem Risiko des geplanten Eingriffs (niedrig, mittel, hoch) und Ihren individuellen Risikofaktoren. Bei niedrigem chirurgischem Risiko und einem Patienten ohne kardiale Vorgeschichte genügt in vielen Fällen ein Ruhe-EKG und eine gezielte Anamnese.
Bei mittlerem und hohem Risiko, etwa bei grossen Bauchoperationen, Gefässchirurgie oder Thoraxeingriffen, ergänzen wir Belastungs-EKG, Echokardiographie, Laborwerte und bei Bedarf die Stressechokardiographie, um belastungsinduzierte Ischämien aufzudecken. Wir erstellen einen strukturierten Bericht, der alle geforderten Informationen enthält: Herzrhythmus, Pumpfunktion (Ejektionsfraktion), Klappenstatus, Belastbarkeit in MET (metabolische Äquivalente), eine klare Risikobewertung und unsere Empfehlung zum perioperativen Management. Dieser Bericht geht direkt an Ihre Operateurin, Ihren Anästhesisten oder Ihr Spital, in einem Format, das Kliniken in der ganzen Schweiz akzeptieren.
Wir klären auch, ob vorbestehende Medikamente wie Blutverdünner, Betablocker, ACE-Hemmer oder Antiarrhythmika vor dem Eingriff pausiert, dosisreduziert oder unverändert weitergeführt werden sollen. Diese Empfehlung ist im Befund dokumentiert. So hat Ihr gesamtes Behandlungsteam, Chirurgin, Anästhesist und Stationsarzt, die Informationen, die es für eine sichere OP und eine komplikationslose Genesung braucht.