Herzklappensprechstunde

FMH Kardiologie · Stadt Zürich – an beiden Seeseiten

Herzklappensprechstunde

Von der Abklärung bis zur kathetergestützten Therapie. Aortenklappe, Mitralklappe, TAVI. Befund und Empfehlung am selben Tag.

Von der Diagnose bis zur Therapieplanung

Wir beurteilen Ihre Herzklappen mit transthorakaler Echokardiographie, Farb-Doppler-Messung und bei Bedarf transösophagealem Ultraschall (TEE). Auf dieser Basis besprechen wir gemeinsam den nächsten Schritt: Beobachten mit festen Kontrollintervallen, medikamentöse Therapie zur Entlastung des Herzens oder Überweisung zur interventionellen bzw. chirurgischen Therapie. Bei Fällen, die eine TAVI oder chirurgische Klappenreparatur erfordern, arbeiten wir direkt mit den Herzchirurgie-Teams der Partnerkliniken zusammen. Jede Entscheidung treffen wir transparent und gemeinsam mit Ihnen, ohne Zeitdruck und ohne Informationen zurückzuhalten.

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Von der Diagnose bis zur Therapieplanung

Wir beurteilen Ihre Herzklappen mit transthorakaler Echokardiographie, Farb-Doppler-Messung und bei Bedarf transösophagealem Ultraschall (TEE). Auf dieser Basis besprechen wir gemeinsam den nächsten Schritt: Beobachten mit festen Kontrollintervallen, medikamentöse Therapie zur Entlastung des Herzens oder Überweisung zur interventionellen bzw. chirurgischen Therapie.

Bei Fällen, die eine TAVI oder chirurgische Klappenreparatur erfordern, arbeiten wir direkt mit den Herzchirurgie-Teams der Partnerkliniken zusammen. Jede Entscheidung treffen wir transparent und gemeinsam mit Ihnen, ohne Zeitdruck und ohne Informationen zurückzuhalten.

Wer sollte die Herzklappensprechstunde aufsuchen?

Herzklappenerkrankungen betreffen nicht nur ältere Menschen. Auch eine bikuspide Aortenklappe, die seit Geburt besteht, kann im Erwachsenenalter Probleme verursachen. Sie sollten einen Termin vereinbaren, wenn bei Ihnen ein Herzgeräusch festgestellt wurde und eine fachärztliche Abklärung empfohlen ist.

Ebenso, wenn Sie bereits eine Herzklappenerkrankung diagnostiziert bekommen haben und regelmässige Kontrollen brauchen. Typische Beschwerden, die auf ein Klappenproblem hinweisen, sind zunehmende Atemnot bei Belastung, Brustdruck, ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel oder Schwellungen an den Beinen. Manche Patienten bemerken auch Herzklopfen oder einen unregelmässigen Puls, weil Klappenerkrankungen häufig Vorhofflimmern auslösen.

Auch nach einer Klappenoperation oder TAVI ist eine kontinuierliche echokardiographische Nachsorge nötig, um die Funktion der neuen Klappe zu überwachen. Und wenn bei Ihnen ein angeborener Herzfehler bekannt ist, der die Klappen betrifft, gehört die Verlaufskontrolle in die Hände eines spezialisierten Kardiologen. Je früher eine Klappenerkrankung erkannt und überwacht wird, desto besser lässt sich das Fortschreiten kontrollieren und die Herzfunktion langfristig schützen.

Auch Patienten, denen eine Klappenreparatur oder ein Klappenersatz empfohlen wurde, profitieren von einer unabhängigen Beurteilung in unserer Sprechstunde, bevor sie sich für ein Verfahren entscheiden.

Was passiert beim Termin in der Klappensprechstunde?

Ihr Termin beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Wir gehen Ihre Symptome durch, prüfen Ihre Krankengeschichte und sichten bisherige Testergebnisse und Vorbefunde. Wenn Sie Befunde von anderen Ärzten oder Spitälern mitbringen, vergleichen wir sie mit unseren eigenen Messungen.

Es folgt eine gezielte kardiovaskuläre Untersuchung, bei der wir auf Anzeichen von Klappenstörungen achten: auffällige Herzgeräusche, veränderte Herztöne, Zeichen einer Volumenbelastung wie gestaute Halsvenen oder periphere Ödeme. Dann die Diagnostik: Die transthorakale Echokardiographie zeigt Struktur und Funktion Ihrer Herzklappen in Echtzeit. Wir beurteilen Öffnungsfläche, Regurgitationsvolumen, Druckgradienten und die Grösse der Herzkammern.

Mit der Farb-Doppler-Messung quantifizieren wir den Schweregrad einer Stenose oder Insuffizienz nach den aktuellen Grading-Kriterien. Ergänzt wird die Untersuchung durch ein EKG zur Erkennung von Vorhofflimmern und anderen Rhythmusstörungen, die bei Klappenvitien häufig vorkommen, sowie Bluttests einschliesslich BNP oder NT-proBNP als Marker für die Herzbelastung. Wenn die transthorakale Bildgebung nicht ausreicht, etwa bei schwer darstellbarer Mitralklappe, bei Verdacht auf Endokarditis oder zur OP-Planung, setzen wir den transösophagealen Ultraschall (TEE) ein, der die Klappen aus nächster Nähe und mit höherer Auflösung darstellt.

Noch am selben Tag besprechen Sie den Befund mit Ihrem Kardiologen. Sie erfahren, welche Klappe betroffen ist, wie stark die Veränderung ist, ob und wann ein Eingriff sinnvoll wird und was der nächste Schritt ist. Kein Warten auf einen separaten Befundbesprechungstermin.

Welche Klappenerkrankungen behandeln wir?

Die Aortenklappenstenose ist die häufigste Herzklappenerkrankung im Erwachsenenalter. Die Klappenöffnung wird enger, das Herz muss stärker pumpen, und irgendwann reicht die Leistung nicht mehr aus. Symptome treten oft erst auf, wenn die Stenose bereits schwer ist: Atemnot, Brustschmerzen bei Belastung, Schwindel oder Synkopen.

Wir überwachen die Stenose mit regelmässigen Echokardiographie-Kontrollen, messen die Klappenöffnungsfläche und den mittleren Druckgradienten und planen den Eingriff zum richtigen Zeitpunkt, bevor das Herz irreversiblen Schaden nimmt. Die Mitralklappeninsuffizienz, bei der die Klappe nicht mehr dicht schliesst und Blut in den linken Vorhof zurückfliesst, erfordert eine genaue Quantifizierung: Ist die Insuffizienz leicht, mittelschwer oder schwer? Handelt es sich um eine degenerative (primäre) oder funktionelle (sekundäre) Insuffizienz?

Braucht es eine Reparatur oder einen Ersatz? Wir betreuen auch Patienten mit bikuspider Aortenklappe, Trikuspidalklappeninsuffizienz, Pulmonalklappeninsuffizienz und kombinierten Klappenfehlern. Bei angeborenen Herzfehlern, die im Erwachsenenalter klappenrelevant werden, bieten wir spezialisierte Verlaufskontrollen an.

Und wenn Sie bereits eine künstliche Klappe tragen, biologisch oder mechanisch, überwachen wir deren Funktion, die Antikoagulation und mögliche Komplikationen wie paravalvuläre Lecks oder Prothesendegeneration.

TAVI, Klappenreparatur und chirurgischer Ersatz

Nicht jede Klappenerkrankung erfordert eine offene Herzoperation. Bei der TAVI (kathetergestützter Aortenklappenersatz) wird die neue Klappe über einen Katheter in der Leistenarterie eingesetzt, ohne Herz-Lungen-Maschine und ohne Eröffnung des Brustkorbs. Die Erholung ist deutlich kürzer als bei einer offenen OP, und für viele Patienten mit hohem oder intermediärem chirurgischem Risiko ist die TAVI heute das Standardverfahren.

Prof. Glökler und sein Team baeratenn Sie, ob eine TAVI, eine kathetergestützte Reparatur (zum Beispiel MitraClip bei Mitralklappeninsuffizienz oder TEER) oder ein chirurgischer Klappenersatz in Ihrem Fall die beste Option ist. Die Entscheidung hängt von der betroffenen Klappe, dem Schweregrad, Ihrem Alter, Ihren Begleiterkrankungen und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Reparatur hat den Vorteil, dass die eigene Klappe erhalten bleibt und oft keine Langzeit-Antikoagulation nötig ist. Ersatz, ob biologisch oder mechanisch, kommt in Frage, wenn eine Reparatur technisch nicht möglich ist. Biologische Klappen erfordern keine dauerhafte Blutverdünnung, haben aber eine begrenzte Haltbarkeit von typisch zehn bis fünfzehn Jahren.

Mechanische Klappen halten ein Leben lang, setzen aber eine lebenslange Antikoagulation mit regelmässiger INR-Kontrolle voraus. Wir besprechen alle Optionen offen mit Ihnen und koordinieren die Behandlung mit dem Herzchirurgie-Team der Partnerklinik. Die Entscheidung für oder gegen ein Verfahren treffen wir gemeinsam und ohne Zeitdruck.

Langzeitnachsorge nach Klappeneingriff

Nach einer Klappenoperation oder TAVI beginnt die Nachsorge, und sie ist genauso wichtig wie der Eingriff selbst. Sie brauchen regelmässige echokardiographische Kontrollen, um die Funktion der neuen oder reparierten Klappe zu überwachen und Komplikationen frühzeitig zu erkennen. In den ersten drei Monaten nach dem Eingriff sind die Kontrollintervalle kürzer: eine Echokardiographie nach 30 Tagen, dann nach drei Monaten.

So stellen wir sicher, dass die Klappe korrekt eingewachsen ist, keine paravalvulären Lecks auftreten und die Herzfunktion sich erholt. Danach liegen die Kontrolltermine in der Regel alle sechs bis zwölf Monate, je nach Klappentyp und Ihrem individuellen Verlauf. Wir prüfen bei jeder Kontrolle die Druckgradienten, die effektive Öffnungsfläche und Zeichen einer Prothesendegeneration.

Ihre Medikation passen wir an den Verlauf an. Wenn Sie eine mechanische Klappe tragen, kontrollieren wir regelmässig den INR-Wert und justieren die Antikoagulation, damit Sie im therapeutischen Bereich bleiben. Jede Unter- oder Überdosierung hat Konsequenzen: zu niedrig dosiert steigt das Thromboserisiko, zu hoch dosiert das Blutungsrisiko.

Bei biologischen Klappen achten wir auf den Langzeitverlauf und planen rechtzeitig, falls in zehn bis fünfzehn Jahren ein Valve-in-Valve-Eingriff oder ein erneuter chirurgischer Ersatz nötig wird. Auch nach einem Klappeneingriff bei angeborenen Herzfehlern bleiben wir Ihr fester Ansprechpartner. Die Kontrollen geben Ihnen Sicherheit und uns die Möglichkeit, Veränderungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass mit einer Herzklappe etwas nicht stimmt?

Typische Hinweise sind Atemnot bei Belastung, ein Engegefühl in der Brust, Herzstolpern, Schwindel oder eine ungewohnt schnelle Erschöpfung. Manchmal verläuft eine Klappenerkrankung lange ohne Beschwerden und fällt erst beim Abhören als Herzgeräusch auf. Wenn Sie solche Zeichen bei sich bemerken, lohnt sich eine Abklärung.

Wie wird die Herzklappe untersucht?

Die zentrale Untersuchung ist die Echokardiografie, ein Ultraschall des Herzens. Damit sehen wir in Echtzeit, wie Ihre Klappen öffnen und schliessen, und können den Schweregrad einer Verengung oder Undichtigkeit genau messen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlung aus.

Muss jede erkrankte Herzklappe operiert werden?

Nein. Viele Klappenerkrankungen sind leicht oder mittelgradig und brauchen über Jahre nur eine regelmässige Kontrolle. Erst wenn die Klappe stark betroffen ist oder Beschwerden zunehmen, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen eine Behandlung.

Welche Behandlung kommt infrage, wenn ich keine offene Operation möchte?

Für bestimmte Klappenerkrankungen, etwa eine schwere Aortenklappenstenose, gibt es heute katheterbasierte Verfahren wie die TAVI. Dabei wird eine neue Klappe über einen Katheter eingesetzt, meist über die Leiste, ohne dass der Brustkorb geöffnet werden muss. Welches Verfahren für Sie das richtige ist, hängt von Ihrem Befund und Ihrem Gesundheitszustand ab und wird im Herzteam besprochen.

Wie oft muss eine Herzklappe kontrolliert werden?

Das richtet sich nach dem Schweregrad. Bei leichten Befunden genügt oft eine Kontrolle alle ein bis zwei Jahre, bei höhergradigen Befunden untersuchen wir häufiger. Wir legen den Rhythmus individuell mit Ihnen fest, damit eine Verschlechterung rechtzeitig erkannt wird.

Brauche ich eine Überweisung für die Herzklappensprechstunde?

Nein, Sie können sich direkt bei uns melden. Eine Überweisung Ihres Hausarztes ist nicht nötig.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

In der Regel innerhalb von 48 Stunden. Falls Sie bereits Befunde oder frühere Ultraschallbilder haben, bringen Sie sie gerne mit, das hilft uns beim Vergleich.

Dein Team fürs Herz.

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