Die Aortenklappenstenose ist die häufigste Herzklappenerkrankung im Erwachsenenalter. Die Klappenöffnung wird enger, das Herz muss stärker pumpen, und irgendwann reicht die Leistung nicht mehr aus. Symptome treten oft erst auf, wenn die Stenose bereits schwer ist: Atemnot, Brustschmerzen bei Belastung, Schwindel oder Synkopen.
Wir überwachen die Stenose mit regelmässigen Echokardiographie-Kontrollen, messen die Klappenöffnungsfläche und den mittleren Druckgradienten und planen den Eingriff zum richtigen Zeitpunkt, bevor das Herz irreversiblen Schaden nimmt. Die Mitralklappeninsuffizienz, bei der die Klappe nicht mehr dicht schliesst und Blut in den linken Vorhof zurückfliesst, erfordert eine genaue Quantifizierung: Ist die Insuffizienz leicht, mittelschwer oder schwer? Handelt es sich um eine degenerative (primäre) oder funktionelle (sekundäre) Insuffizienz?
Braucht es eine Reparatur oder einen Ersatz? Wir betreuen auch Patienten mit bikuspider Aortenklappe, Trikuspidalklappeninsuffizienz, Pulmonalklappeninsuffizienz und kombinierten Klappenfehlern. Bei angeborenen Herzfehlern, die im Erwachsenenalter klappenrelevant werden, bieten wir spezialisierte Verlaufskontrollen an.
Und wenn Sie bereits eine künstliche Klappe tragen, biologisch oder mechanisch, überwachen wir deren Funktion, die Antikoagulation und mögliche Komplikationen wie paravalvuläre Lecks oder Prothesendegeneration.