Herzinsuffizienz-Sprechstunde

FMH Kardiologie · Stadt Zürich – an beiden Seeseiten

Herzinsuffizienz-Sprechstunde

Strukturierte Betreuung bei Herzschwäche. Diagnostik, Medikamenten-Einstellung, Device-Therapie und Langzeitnachsorge in einer Praxis.

Strukturierte Betreuung statt einzelner Termine

Herzinsuffizienz-Therapie braucht Zeit und Kontinuität. Wir titrieren Ihre Medikamente schrittweise, prüfen die Wirkung bei jedem Kontrolltermin und passen die Therapie an Ihr Befinden an. Wenn nötig, besprechen wir Device-Optionen wie CRT (kardiale Resynchronisationstherapie) oder ICD (implantierbarer Defibrillator). Ihr Kardiologe bleibt Ihr fester Ansprechpartner über die gesamte Behandlungsdauer. Alles unter einem Dach, von Diagnostik und Medikationsoptimierung bis zu fortlaufender Nachsorge. Unser Ziel geht über das Managen Ihrer Erkrankung hinaus: Wir helfen Ihnen, Unabhängigkeit zu bewahren, das tägliche Leben zu verbessern und das Risiko von Hospitalisierungen zu reduzieren.

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Wer sollte die Herzinsuffizienz-Sprechstunde besuchen?

Sie sollten einen Termin buchen, wenn bei Ihnen Herzinsuffizienz diagnostiziert wurde und Sie fortlaufende spezialisierte Betreuung brauchen. Oder wenn Sie Symptome wie Atemnot bei Belastung oder in Ruhe, geschwollene Beine, unerklärte Müdigkeit oder eine schnelle Gewichtszunahme bemerken, die auf Flüssigkeitseinlagerungen hindeuten kann. Auch nach einem Herzinfarkt, bei koronarer Herzkrankheit oder Klappenproblemen kann sich eine Herzschwäche entwickeln, die gezielt behandelt werden muss.

Wenn Sie wegen Herzinsuffizienz hospitalisiert wurden, brauchen Sie eine strukturierte Nachsorge, am besten innerhalb von zwei Wochen nach der Entlassung. Falls Ihre aktuelle Behandlung nicht mehr wirkt oder Ihre Symptome sich verschlechtern, ist eine Neubeurteilung sinnvoll. Und wenn Sie Ihre Erkrankung besser verstehen oder eine Zweitmeinung zu Ihrem Behandlungsplan einholen möchten, sind Sie bei uns richtig.

Auch wenn Sie fortschrittliche Behandlungsoptionen erkunden möchten, die bei Ihrem bisherigen Arzt nicht besprochen wurden, lohnt sich ein Termin. Herzinsuffizienz betrifft nicht nur ältere Menschen. Auch jüngere Patientinnen und Patienten können nach einer Myokarditis, einer Kardiomyopathie oder nach einer Chemotherapie eine Herzschwäche entwickeln.

Frühzeitige Intervention und kontinuierliches spezialisiertes Management können das Fortschreiten der Krankheit deutlich verlangsamen, die tägliche Funktionsfähigkeit verbessern und die Lebensqualität erhöhen.

Diagnose und Erstabklärung: Was wir herausfinden wollen

Am Anfang steht eine gründliche Diagnostik. Wir wollen verstehen, warum Ihr Herz schwächer pumpt, ob ischämisch durch eine koronare Herzkrankheit, durch Klappenprobleme, durch Bluthochdruck, durch eine Kardiomyopathie oder durch andere Ursachen. Ihr Kardiologe bespricht Ihre Symptome, Ihre Krankengeschichte, Ihre aktuellen Medikamente, Ihren Lebensstil und frühere Behandlungen im Detail.

Die körperliche Untersuchung bewertet Ihren Flüssigkeitsstatus, die Durchblutung und Anzeichen von Herzbelastung, einschliesslich einer fokussierten kardiovaskulären Untersuchung. Dann folgt die apparative Diagnostik: Echokardiographie mit Ultraschallbildgebung zur Messung der Ejektionsfraktion (Pumpfunktion), der Pumpstärke, der Klappenfunktion und der Herzgrösse, um eine Gesamtbeurteilung der Herzleistung zu erstellen. Laborwerte, darunter BNP oder NT-proBNP, die Anzeichen von Herzinsuffizienz identifizieren, Nierenfunktion und Elektrolyte, die Organfunktion bewerten und Behandlungsanpassungen leiten.

Ruhe-EKG zur Erkennung von Arrhythmien, Leitungsproblemen oder Anzeichen von Herzbelastung. Bei Bedarf ein Belastungstest, um zu sehen, wie Ihr Herz auf körperliche Aktivität reagiert, und um sichere Trainingsempfehlungen anzupassen. Falls nötig, ergänzen wir ein Röntgen-Thorax oder eine erweiterte Bildgebung mit CT oder Kardio-MRT, die detaillierte Informationen über Herzgrösse, Lungenstauung und strukturelle Veränderungen liefern.

Ein Langzeit-EKG über 24 bis 72 Stunden kann Rhythmusprobleme erkennen, die die Herzinsuffizienz verschlechtern könnten. Genaue Diagnose und fortlaufende Überwachung sind die Grundlage für ein wirksames Management der Herzinsuffizienz. Alle Testergebnisse werden Ihnen während des Termins klar erklärt, und Ihr Kardiologe entwickelt basierend auf Ihren Befunden einen personalisierten Behandlungs- und Nachsorgeplan.

Medikamenten-Titration und Monitoring nach ESC-Leitlinien

Die leitliniengerechte Therapie der Herzinsuffizienz umfasst mehrere Substanzklassen, die wir Schritt für Schritt aufdosieren. Je nach Ihrem Befund kommen ACE-Hemmer oder ARNI, Betablocker, Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten und SGLT2-Hemmer zum Einsatz. Die ESC-Leitlinien empfehlen eine zügige Auftitration auf die Zieldosis, aber immer abgestimmt auf Ihre Verträglichkeit.

Wir überprüfen Ihre aktuellen Medikamente, nehmen notwendige Anpassungen vor und besprechen neue Behandlungsoptionen, falls angezeigt. Alle zwei bis vier Wochen kommen Sie zur Kontrolle. Wir messen Blutdruck, prüfen Nierenwerte und Elektrolyte und fragen nach Ihrem Befinden.

Sie wissen bei jedem Termin, wo Sie stehen, welche Dosis als nächstes kommt und wann wir die Zieldosis erreichen wollen. Sie erhalten klare Empfehlungen zu Medikation, Lebensstil, Überwachung und Nachsorge, zugeschnitten auf Ihre Erkrankung und Ihre persönlichen Ziele. Wenn Nebenwirkungen auftreten, besprechen wir offen, ob wir die Dosis anpassen, die Substanz wechseln oder eine Pause einlegen.

Bei HFpEF, der Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion, stehen andere therapeutische Schwerpunkte im Vordergrund: Blutdruckkontrolle, Gewichtsmanagement, Behandlung von Begleiterkrankungen und gezielter Einsatz von SGLT2-Hemmern. Ziel ist eine stabile Einstellung, die Ihre Symptome lindert, Ihre Pumpfunktion verbessert und das Risiko einer Hospitalisierung senkt. Dieses strukturierte Vorgehen unterscheidet unsere Herzinsuffizienz-Sprechstunde von sporadischen Einzelterminen, bei denen der Gesamtüberblick verloren gehen kann.

Device-Therapie: CRT und ICD

Nicht jede Herzinsuffizienz lässt sich allein mit Medikamenten behandeln. Wenn Ihre Pumpfunktion trotz optimaler medikamentöser Therapie deutlich eingeschränkt bleibt, kommt eine Device-Therapie in Frage. Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) synchronisiert die Kontraktion der beiden Herzkammern mit einem speziellen Schrittmacher.

Das verbessert die Pumpfunktion und kann Symptome wie Atemnot und Müdigkeit spürbar lindern. Die CRT kommt vor allem dann in Betracht, wenn ein Linksschenkelblock vorliegt und die Ejektionsfraktion unter 35 Prozent liegt. Ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) schützt vor lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen, indem er im Notfall einen Elektroschock abgibt.

Er wird empfohlen, wenn trotz optimaler Therapie ein hohes Risiko für plötzlichen Herztod besteht. In vielen Fällen wird ein kombiniertes Gerät eingesetzt, das CRT und ICD-Funktion vereint (CRT-D). Dr.

med. Christian Steffen bringt Erfahrung aus über 1 000 Schrittmacher-Implantationen mit und berät Sie, ob ein CRT, ein ICD oder eine Kombination für Sie sinnvoll ist. Wir besprechen Nutzen, Risiken und Ablauf einer Implantation in klarer Sprache und ohne Druck.

Die Entscheidung treffen Sie gemeinsam mit Ihrem Kardiologen, gut informiert und ohne Zeitdruck.

Nach dem Spitalaufenthalt und Langzeitbetreuung

Wenn Sie nach einer Dekompensation aus dem Spital kommen, brauchen Sie innerhalb von zwei Wochen eine kardiologische Kontrolle. Diese sogenannte Transitionsphase ist kritisch: Hier werden Medikamente angepasst, Flüssigkeitsstatus geprüft und Warnsignale für eine erneute Verschlechterung besprochen. Wir übernehmen die Weiterbetreuung, prüfen Ihre Entlassungsmedikation und sorgen dafür, dass der Übergang vom Spital in die ambulante Versorgung reibungslos läuft.

Langfristig begleiten wir Sie mit festen Kontrollterminen und personalisierter Betreuung. Gewichtskontrolle, Symptomtagebuch und regelmässige Laborwerte helfen uns, Veränderungen früh zu erkennen. Wir erklären Ihnen, auf welche Warnsignale Sie im Alltag achten sollten, etwa eine plötzliche Gewichtszunahme von mehr als zwei Kilogramm in drei Tagen, zunehmende Atemnot, flaches Liegen wird unangenehm, oder neue Schwellungen an den Beinen.

Bei jedem Kontrolltermin erklären wir jedes Ergebnis, beantworten jede Frage und begleiten Sie Schritt für Schritt. Ihr Kardiologe kennt Ihre Geschichte und Ihren Verlauf, Sie müssen nicht bei jedem Besuch von vorne anfangen. Unsere Praxen in Enge und am Utoquai sind gut erreichbar und machen regelmässige Nachsorge unkompliziert.

Unser Ziel ist nicht nur, Ihre Erkrankung zu kontrollieren, sondern Ihnen auch zu helfen, Ihre Unabhängigkeit zu bewahren, Ihren Alltag aktiv zu gestalten, die tägliche Funktionsfähigkeit zu verbessern und das Risiko weiterer Spitalaufenthalte zu senken. Sie brauchen keine Überweisung, um bei uns einen Termin zu vereinbaren.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich erste Anzeichen einer Herzinsuffizienz?

Achten Sie auf Atemnot bei Belastung oder im Liegen, ungewohnte Müdigkeit, geschwollene Beine oder Knöchel und eine rasche Gewichtszunahme innerhalb weniger Tage. Wenn Sie solche Veränderungen bemerken, lohnt sich eine Abklärung früh, denn je eher wir reagieren, desto besser lässt sich Ihr Herz schützen.

Ist eine Herzinsuffizienz heilbar oder muss ich damit leben?

In vielen Fällen ist die Herzinsuffizienz eine chronische Erkrankung, die wir sehr gut behandeln und stabil halten können. Mit der richtigen Therapie führen Sie oft ein aktives Leben, und je nach Ursache kann sich die Pumpfunktion Ihres Herzens auch wieder deutlich erholen.

Wie stellen Sie die Diagnose?

Wir kombinieren ein ausführliches Gespräch mit einem EKG, einer Echokardiografie zur Beurteilung der Pumpfunktion und einer Laboruntersuchung mit dem Herzwert NT-proBNP. So erhalten wir ein klares Bild und können Ihnen gezielt die passende Behandlung vorschlagen.

Wie oft muss ich zur Kontrolle kommen?

Das hängt davon ab, wie stabil Ihre Herzfunktion ist und wie gut die Medikamente eingestellt sind. In der Einstellungsphase sehen wir Sie häufiger, später genügen meist regelmässige Verlaufskontrollen, die wir individuell mit Ihnen festlegen.

Welche Rolle spielen meine Medikamente?

Eine gut abgestimmte Medikation entlastet Ihr Herz, lindert Beschwerden und schützt vor einer Verschlechterung. Wir optimieren Ihre Therapie schrittweise und passen sie an, sobald sich Ihr Befinden oder Ihre Werte verändern.

Kann ich mit meinem Lebensstil selbst etwas beitragen?

Ja, sehr viel. Regelmässige, an Sie angepasste Bewegung, eine salzbewusste Ernährung, das tägliche Wiegen, der Verzicht auf Rauchen und ein massvoller Umgang mit Alkohol unterstützen Ihre Therapie spürbar.

Brauche ich eine Überweisung von meinem Hausarzt?

Nein, Sie können sich direkt bei uns melden, eine Überweisung ist nicht nötig. In der Regel erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden einen Termin in unserer Praxis am Utoquai.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Wir wissen, dass Beschwerden am Herzen verunsichern, deshalb bieten wir Ihnen kurzfristig einen Termin an, meist innerhalb von 48 Stunden. So müssen Sie mit Ihren Fragen nicht lange warten.

Dein Team fürs Herz.

Das Team von Dein Team Herzzentrum

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