Frauenherz-Gesundheit

FMH Kardiologie · Stadt Zürich – an beiden Seeseiten

Frauenherz-Gesundheit

Kardiologie, die Frauen ernst nimmt. MINOCA, mikrovaskuläre Erkrankung, Wechseljahre und Herz.

Kardiologie, die weibliche Risikoprofile kennt

Frauen erleiden seltener den klassischen Herzinfarkt mit Brustschmerz und ST-Hebung, dafür häufiger MINOCA (Myokardinfarkt ohne obstruktive Koronarerkrankung) und mikrovaskuläre Erkrankungen. Diese Diagnosen erfordern gezielte Diagnostik und Erfahrung. PD Dr. Kleinecke bringt beides mit und nimmt sich die Zeit, die Sie verdienen. Eine engagierte kardiale Untersuchung für Frauen hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen, Prävention zu leiten und sicherzustellen, dass Sie eine Betreuung erhalten, die auf Ihr einzigartiges Profil zugeschnitten ist.

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Warum ein eigenes Programm für Frauen?

Herzerkrankungen bleiben die häufigste Todesursache bei Frauen, dennoch werden sie oft unterdiagnostiziert oder übersehen. Der Grund: Kardiale Symptome bei Frauen können sich deutlich von denen bei Männern unterscheiden. Statt des typischen Brustschmerzes treten bei Frauen häufiger Erschöpfung, Übelkeit, Kurzatmigkeit, Herzklopfen oder ein Druckgefühl im Oberbauch auf.

In vielen Praxen werden diese Zeichen als stressbedingt eingestuft und nicht weiter abgeklärt. Studien zeigen, dass Frauen bei Herzproblemen später diagnostiziert und seltener an Kardiologen überwiesen werden. Subtile Warnzeichen werden manchmal bei Standard-Untersuchungen übersehen, weil die diagnostischen Kriterien historisch auf männliche Symptommuster ausgerichtet waren.

Genau deshalb gibt es unser Frauenherz-Programm. Wir nehmen Ihre Beschwerden von der ersten Minute an ernst, unabhängig davon, ob sie dem klassischen Muster entsprechen. Jede Untersuchung und jede Empfehlung berücksichtigt die Besonderheiten weiblicher Herzgesundheit.

Wir verstehen, wie sich Risikofaktoren, Symptome und Krankheitsverlauf bei Frauen von denen bei Männern unterscheiden, und richten unsere Diagnostik gezielt darauf aus. Früherkennung und auf Sie abgestimmte Betreuung können den Unterschied machen zwischen einem übersehenen Risiko und einem rechtzeitigen Eingreifen. Mit der richtigen Betreuung können die meisten kardialen Probleme bei Frauen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden.

Wer sollte einen Termin im Frauenherz-Programm buchen?

Ein Besuch im Frauenherz-Programm ist sinnvoll, wenn Sie eine familiäre Vorgeschichte von Herzerkrankungen, Schlaganfall oder plötzlichen kardialen Ereignissen haben. Ebenso, wenn Sie unerklärte Müdigkeit, Brustbeschwerden, Atemnot oder Herzklopfen erleben, die sich nicht klar einordnen lassen. Frauen, die sich den Wechseljahren nähern oder diese durchlaufen haben, tragen ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, weil der Schutzeffekt des Östrogens nachlässt.

Das Risiko für Herzerkrankungen steigt in dieser Lebensphase deutlich an, und eine frühzeitige Abklärung ist der beste Schutz. Wenn Sie Bluthochdruck, Diabetes oder hohes Cholesterin haben, lohnt sich eine gezielte kardiale Abklärung, die diese Risikofaktoren im Zusammenhang mit Ihrem weiblichen Risikoprofil bewertet. Schwangerschaftsbedingte Komplikationen wie Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes oder schwangerschaftsinduzierter Bluthochdruck erhöhen Ihr Langzeitrisiko für Herzerkrankungen, auch wenn die Schwangerschaft Jahre zurückliegt.

Diese Zusammenhänge werden in der hausärztlichen Praxis häufig nicht aktiv nachverfolgt. Und wenn Sie eine Hormontherapie beginnen oder ändern, ist eine kardiale Baseline-Untersuchung der richtige erste Schritt, um Ihr Herz vor dem Start abzusichern. Auch wenn Sie eine proaktive Herzgesundheits-Untersuchung und einen personalisierten Präventionsplan wünschen, ohne dass ein konkreter Verdacht vorliegt, sind Sie bei uns richtig.

Idealerweise beginnen Frauen ab 40 Jahren mit regelmässigen Herzuntersuchungen, oder früher, wenn Risikofaktoren oder Schwangerschaftskomplikationen vorliegen.

Schwangerschaft, Hormone und Ihr langfristiges Herzrisiko

Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck in der Schwangerschaft sind mehr als vorübergehende Komplikationen. Diese Ereignisse signalisieren ein dauerhaft erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Auch wenn die Werte nach der Geburt wieder sinken, bleibt das Risiko für Hypertonie, koronare Herzkrankheit und Herzinsuffizienz im späteren Leben erhöht.

Die ESC-Leitlinien empfehlen für Frauen mit Schwangerschaftskomplikationen eine regelmässige kardiovaskuläre Nachsorge. Im Frauenherz-Programm erstellen wir Ihr Basisprofil und legen klare Kontrollintervalle fest, damit Sie wissen, wann die nächste Untersuchung ansteht und was dabei geprüft wird. Auch der Beginn oder die Umstellung einer Hormontherapie in den Wechseljahren verdient eine kardiale Ausgangslage.

Wir prüfen Ihr Risikoprofil, bevor Sie mit der Therapie starten, und begleiten Sie mit Verlaufskontrollen. So wissen Sie, dass Ihr Herz die hormonelle Veränderung sicher mitträgt. Der Schutzeffekt des Östrogens, der Ihr Herz während der fertilen Jahre geschützt hat, lässt in den Wechseljahren nach.

Das Risiko für Arteriosklerose, Bluthochdruck und metabolische Veränderungen steigt. Wir erfassen diese Veränderungen frühzeitig und passen Ihre Betreuung entsprechend an. Wenn Sie kürzlich entbunden haben und sich fragen, ob Ihr Herz in Ordnung ist, können wir die Untersuchung sicher an Schwangerschaft und Wochenbett anpassen.

Was Sie beim Termin bei Dr. Kleinecke erwartet, Schritt für Schritt

Ihr Termin beginnt mit einer ausführlichen Konsultation und Anamnese-Überprüfung. Dr. Kleinecke bespricht Ihre Symptome, Ihren Lebensstil, Ihre Familiengeschichte und frauenspezifische Risikofaktoren wie Menopause, Schwangerschaftskomplikationen oder Hormontherapie.

Es folgt eine gezielte körperliche Untersuchung mit Fokus auf Ihr kardiovaskuläres System, zugeschnitten auf die Herzgesundheit von Frauen. Dann starten die diagnostischen Tests: Ruhe-EKG zur Erkennung von Arrhythmien und Leitungsproblemen, Echokardiographie mit Ultraschall zur Beurteilung von Herzstruktur, Pumpleistung und Klappenfunktion, und eine Blutanalyse mit besonderem Augenmerk auf frauenspezifische Marker wie Cholesterin, Entzündungswerte und hormonelle Parameter. Wir überprüfen Cholesterin, Entzündungsmarker und andere Schlüsselindikatoren des kardiovaskulären Risikos, die speziell für Frauen relevant sind.

Bei Bedarf ergänzen wir ein Belastungs-EKG, um zu sehen, wie Ihr Herz unter Anstrengung reagiert, und erkennen so potenzielle Durchblutungsstörungen oder koronare Erkrankungen. Ein Langzeit-EKG über 24 bis 72 Stunden kann intermittierende Rhythmusstörungen aufspüren, die im kurzen Ruhe-EKG nicht sichtbar werden und die bei täglichen Aktivitäten auftreten. Alle Ergebnisse werden während Ihres Termins überprüft und erklärt, und Dr.

Kleinecke erstellt einen klaren, auf Ihr Risikoprofil, Ihre Symptome und Ihre Ziele zugeschnittenen Plan. Sie verlassen den Termin mit klaren Antworten und einem erneuerten Gefühl des Vertrauens in Ihre Herzgesundheit. Mehrsprachig: Deutsch und Englisch.

Langfristige Begleitung und Ihr persönlicher Präventionsplan

Am Ende Ihres Termins erhalten Sie einen persönlichen Präventions- oder Behandlungsplan, der auf Ihr Risikoprofil, Ihre Symptome und Ihre Ziele zugeschnitten ist. Sie wissen, welche Werte im Lot sind, wo Handlungsbedarf besteht und wann die nächste Kontrolle ansteht. Wenn eine medikamentöse Therapie sinnvoll ist, besprechen wir die Optionen offen und wählen den Ansatz, der zu Ihnen passt.

Der Plan enthält auch Empfehlungen zu Lebensstiländerungen, die auf Ihre Situation zugeschnitten sind, etwa zu Bewegung, Ernährung oder Stressreduktion. Wir behandeln nicht nur bestehende Probleme, wir helfen Ihnen, sie zu verhindern, bevor sie beginnen. Unser Frauenherz-Programm endet nicht mit einem einzelnen Termin.

Wir begleiten Sie langfristig mit klaren Kontrollintervallen und fortlaufender Überwachung, damit Veränderungen in Ihrem Risikoprofil frühzeitig erkannt werden. Bei uns sind Sie keine Nummer, sondern eine Patientin, deren Geschichte wir kennen. Jedes Ergebnis und jede Empfehlung wird klar erklärt, mit Zeit für Ihre Fragen und ohne Zeitdruck.

Sie brauchen keine Überweisung, um einen Termin zu buchen, Sie können direkt bei uns anfragen. Unsere Praxen in Enge und am Utoquai sind gut erreichbar und machen regelmässige Besuche unkompliziert und stressfrei. Wir bieten auch personalisierte Präventionsberatung, einschliesslich Lebensstil- und Ernährungsberatung, als Teil jedes Besuchs an.

Mehrere unserer leitenden Kardiologinnen sind auf Frauenherzgesundheit spezialisiert und bringen die Erfahrung mit, die diese besonderen Fragestellungen erfordern.

Häufige Fragen

Warum braucht es eine eigene Sprechstunde für Frauenherzen?

Frauenherzen funktionieren in Diagnostik und Verlauf oft anders als Männerherzen. Viele Studien und Risikomodelle stützen sich historisch stärker auf männliche Patienten, weshalb Beschwerden bei Frauen häufiger übersehen oder spät erkannt werden. In der Frauenherz-Sprechstunde nehmen wir genau diese Unterschiede zum Ausgangspunkt der Abklärung.

Äussern sich Herzinfarkt und Herzbeschwerden bei Frauen wirklich anders?

Ja. Frauen berichten beim Herzinfarkt seltener über den klassischen, ausstrahlenden Brustschmerz und häufiger über Symptome wie Atemnot, ungewöhnliche Müdigkeit, Übelkeit, Druck im Oberbauch oder Schmerzen im Rücken und Kiefer. Weil diese Zeichen weniger eindeutig wirken, gehen Frauen oft später zum Arzt und werden später diagnostiziert.

Welche Rolle spielen Wechseljahre und Hormone für Ihr Herz?

Das Östrogen wirkt vor der Menopause gefässschützend. Mit den Wechseljahren verändert sich dieser Schutz, gleichzeitig steigen häufig Blutdruck, Cholesterin und das Risiko für Gefässerkrankungen. Deshalb ist die Zeit rund um die Menopause ein guter Moment, Ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko einmal sauber abklären zu lassen.

Was sind MINOCA und mikrovaskuläre Angina?

MINOCA bedeutet Herzinfarkt ohne relevante Verengung der grossen Herzkranzgefässe, eine Konstellation, die bei Frauen häufiger vorkommt. Bei der mikrovaskulären Angina liegt die Störung in den kleinsten Herzgefässen, die in einer normalen Herzkatheter-Untersuchung nicht sichtbar werden. Beide Diagnosen erklären, warum manche Frauen echte Herzbeschwerden haben, obwohl frühere Untersuchungen unauffällig waren.

Welche Beschwerden sollten Sie abklären lassen?

Lassen Sie wiederkehrenden Brustdruck, Atemnot, Herzstolpern, anhaltende ungewohnte Müdigkeit oder Beschwerden unter Belastung abklären, besonders wenn frühere Befunde keine Erklärung geliefert haben. Auch ein familiäres Risiko, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder Herzbeschwerden während einer Schwangerschaft sind gute Gründe für eine kardiologische Einschätzung.

Brauchen Sie eine Überweisung für einen Termin?

Nein. Sie können sich direkt bei uns melden, eine Überweisung ist nicht nötig. In der Regel erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden einen Termin.

Wer betreut die Frauenherz-Sprechstunde?

Die Frauenherz-Sprechstunde wird vom Team des Dein Team Herzzentrums betreut. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen, beraten auf Deutsch und Englisch und klären frauenspezifische Herzbeschwerden gezielt ab.

Dein Team fürs Herz.

Das Team von Dein Team Herzzentrum

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